6. Ein Zukunftsspiel

Hierbei handelt es sich um ein gelöschtes Kapitel aus dem Buch IMUA Reise ins Urvertrauen, das am 17.11.25 veröffentlicht wurde. Falls du das Buch noch nicht gelesen hast, kannst du es hier bestellen, es wird dir helfen, den Kontext zu verstehen:

6 Ein Zukunftsspiel  (Maui 1)

Der erste Mensch, mit dem ich auf Maui spreche, ist Oscar, ein Amerikaner aus Oregon. Die Choreografie des Lebens hat mich schon immer fasziniert: die vielen Fäden, die im Hintergrund gesponnen werden und Ereignisse möglich machen, ohne dass sie uns bewusst sind. Wenn ich jemanden treffe, frage ich mich manchmal, wie oft sich unsere Wege schon gekreuzt haben, ohne dass wir es bemerkt haben. Oder wir lernen jemanden kennen und stellen fest, dass wir auf derselben Party waren, in der gleichen Nachbarschaft gelebt haben oder seit Jahren denselben Freund haben. Vielleicht haben wir im Bus schon neben einem Serienmörder gesessen, oder in der U-Bahn mit einem Unbekannten gesprochen, der uns in Naher Zukunft das Leben retten wird.

Noch spannender wäre natürlich, die unzähligen Geschichten zu kennen, die uns mit wildfremden Menschen verbinden, weil sie in einem anderen Leben bereits eine Rolle gespielt haben. Ich kann mir solche Szenarien stundenlang ausmalen. Manchmal kommen auch Erinnerungsblitze rein, oder ich habe ein Déjà-Vu. Das hast du bestimmt auch schon erlebt. Dass du plötzlich das Gefühl hast, exakt diesen Moment genauso schon einmal erlebt zu haben. Oder einen Ort zu kennen, obwohl du noch nie da warst. Aber ich schweife ab.

Jedenfalls habe ich hier am Maui-Flughafen Lust, etwas auszuprobieren, was ich immer schon mal machen wollte: Auf einen Fremden zuzugehen und zu sagen: „Hey, ich bin Makana. Vielleicht lernen wir uns in fünf oder zehn Jahren kennen. Ich dachte, ich sage schon mal hallo. Wirst du dich an mich erinnern?“ Genau das probiere ich mit Oscar bei Starbucks aus, wo ich mir einen Becher Eiskaffee gönne. Er schaut mich etwas irritiert an, erzählt mir dann aber, dass er im Moment allein unterwegs ist, sich aber bald mit zwei Freundinnen treffen will. Er macht deutlich, dass er kein Interesse an mir hat, was mich schmunzeln lässt. Als Anmache war dieses Experiment eigentlich nicht gedacht. „Wer weiß, vielleicht kreuzen sich unsere Wege eines Tages wieder. Ich wünsche dir eine fantastische Reise.“ Ich glaube nicht, dass er verstanden hat, worum es mir bei diesem Spiel gegangen ist. Das Leben ist ein großartiges Abenteuer, und ich fange gerade erst an, es voll auszukosten.

Wenn du mehr erfahren möchtest, gibt es, wie bereits erwähnt, ein ganzes Buch davon. In jeder beliebigen Buchhandlung in der Schweiz, in Deutschland und Österreich bestellbar. Einfach nach dem Titel oder der Autorin fragen, oder bequem mit dem Link oben nach Hause liefern lassen.

Ausserdem hast du die Möglichkeit, Makana auf ihre magischen Reisen zu begleiten. Alle Infos findest du unter Reisen und Retreats auf www.sharonmakana.com

Aloha Sharon Makana

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